DER LANDSEER ETC - FCI NR. 226
Der Landseer ist eine sehr alte Hunderasse, die ihren unmittelbar feststellbaren Ursprung in Neufundland hat und von britischen Fischern nach England gebracht wurde. In England wurden die Hunde als „Newfoundland Dogs" beliebte Hunde des englischen Adels und des Großbürgertums, mit denen man sich gerne schmückte. Der Maler Sir Edwin Landseer, einer der bekanntesten englischen Tiermaler seiner Zeit, war von dem weiß-schwarzen Hund begeistert und malte ihn in zahlreichen Motiven, was die Bekanntheit des Hundes noch steigerte. Schließlich wurde aus dem „Newfoundland Dog" der „Landseer Dog. 1860 wurde der „Newfoundland Club" in England gegründet, der sowohl den ursprünglichen weiß-schwarzen, als auch den seit etwa 1850 aufgetretenen schwarzen und braunen Typ verwaltet. Schon früh begann der Streit um einen Standard zwischen den Befürwortern des schwarzen und den Anhängern der weiß-schwarz gefleckten Hunde. Die Befürworter des schwarzen Typs setzten sich durch und es wurde angestebt, beide Typen zu verschmelzen, worüber der ursprüngliche weiß-schwarze Typ immer weniger in Erscheinung trat und in England fast in Vergessenheit geriet. In Kontinentaleuropa, in Deutschland und in der Schweiz, wurden beide Linien allerdings weiterhin rein verpaart. 1960 erkannte die Fédération Cynologique Internationae (FCI) beide als eigenständige Rassen an. Auch in Österreich bestanden nach dem 2. Weltkrieg bedeutende Zuchten.
Der Landseer ist ein großer, eleganter Hund mit imposanter Gestalt und räumendem Gang.
Widerristhöhe beim Rüden 72-80 cm, Gewicht 60-75 kg.
Widerristhöhe bei der Hündin 67-72 cm, Gewicht 50-55 kg.
Die dreieckigen Ohren sind mittelgroß, wenn sie gegen die Augen gelegt werden, reichen sie bis zum inneren Augenwinkel.
Das Deckhaar ist schlicht und mit wenig Unterwolle ausgestattet. Auffällig ist die Farbe. Weiß mit schwarzen Platten, die auf dem Rumpf und der Kruppenpartie verteilt sind.
Der Kopf ist schwarz, als Zuchtfestigung gilt eine nicht zu breite symmetrische Blesse.
Augen: mittelgroß, mäßig tief liegend, braun bis dunkelbraun, mit freundlichen Blick, Lidspalte mandelförmig, Lidhaut nicht sichtbar. Ausgesprochen helle Augen sind fehlerhaft.
Lefzen: trocken, schwarz pigmentiert, die möglichst straffe und nicht geifernde Oberlefze soll die Unterlefze leicht decken.
Hals: Der Hals, im Querschnitt nicht ganz rund, sondern leicht eiförmig, steigt muskulös und breitnackig aus der Schulter-Brustpartie gegen den Kopf an. Ausgeprägte Kehl- oder Halswamme ist nicht erwünscht.
Körper: Die Länge vom Widerrist zum Rutenansatz entspricht ungefähr der doppelten Kopflänge. Von den Schultern bis zur Kruppe breit und kräftig.
Rücken: Straff, gerade.
Lenden: Muskulös
Kruppe: Breit, durch starke Muskelpolster seitlich und nach hinten schön abgerundet.
Brust: tief und breit mit entsprechend kräftiger Rippenwölbung des Brustkorbes.
Bauch: wenig aufgezogen. Zwischen Bauch und Lenden soll eine flache Vertiefung der Flankengegend deutlich sichtbar sein.
Rute: stark, höchstens bis etwas unter das Sprunggelenk reichend, sehr dicht und buschig behaart, aber ohne eigentliche Fahne. In der Ruhe soll der Hund im Stand die Rute abwärts hängend tragen, mit, eventuell, am Ende einer leichten Biegung nach oben. In der Erregung darf er sie gerade ausgestreckt mit einer leichten Biegung nach oben tragen.
Vorderhand: starke, von der Schultergegend kommende Muskelmassen umlagern die kräftigen Oberarmknochen, dem sich unter richtiger Winkelung die mächtigen Knochen des von vorne gesehen vollkommen geraden, gut bemuskelten Laufes anschließen. Der ganze Lauf ist bis zum Sprunggelenk leicht befedert.
Ellenbogen: liegen dem tiefsten Teil des Brustkorbes an, stehen ziemlich hoch und sind genau rückwärts gerichtet.
Hinterhand: soll kräftig sein. Die Hinterläufe müssen durchwegs frei beweglich sein und sollen starke Knochen haben, die von kräftigen Muskeln überlagert sind. Die Hinterläufe sind mäßig befedert.
Pfoten: Groß und gut geformt - sogenannte "Katzenpfoten". Gespreizte oder nach außen gedrehte Pfoten sind zu beanstanden. Die Zehen sollen durch starke Zwischenzehenhäute bis ziemlich weit zur Zehenspitze verbunden sein.
Gangwerk: Die Bewegung und Gangart der muskulösen Läufe ist leicht fördernd und geräumig.
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