Eine Ideologie
Nach einigen Jahrzehnten mit Hunden und der konventionellen Fütterung mit Feucht- und Trockenfutter, haben wir uns vor ca. 5 Jahren Gedanken zu diesem Thema gemacht. Die vermehrte Neigung zu Allergien, die hohe Getreidekonzentration im Fertigfutter, die Annahme dass in jedem Körnchen Futter die optimale Zusammensetzung aller Nährstoffe vorhanden sein muss und die riesigen Kotmengen haben uns dazu gebracht unsere Fütterung von Grund auf zu überdenken. Heute kann ich sagen "WIR FÜTTERN FRISCH". Das war nicht immer einfach, schon allein dadurch dass wir 4 Hunde verschiedener Altersgruppen und Größen haben. Außerdem sollte auch unsere Zuchthündin und unser erster Wurf mit Frischfleisch gefüttert werden. Die Berechnungen waren durchaus schwierig um für alle den optimalen Nährstoffgehalt zu ermitteln. Außerdem hat die Riesenrasse Landseer, allein schon durch ihr schnelles Wachstum, wenig Toleranz für Fütterungsfehler. Faktum ist die Haarqualität der Zuchthündin - die an einer immer wieder auftretenden Flohallergie mit Hotspots litt - hat sich deutlich gebessert. Hotspots sind nie mehr aufgetreten. Der alte Mischlingsrüde meiner Tochter hat sich sowohl von der Fellqualität als auch vom Allgemeinbefinden her deutlich verbessert. Unser kleiner Dackel wurde problemlos und gesund groß - ach so eher klein. Unser A-und B-Wurf hat die Frischfütterung gut vertragen und wir warten das weitere Aufwachsen ab um mehr zu wissen. Wir werden weiterhin Frischfleisch füttern und dabei viel dazu lernen. Die Ablehnung dieser Fütterungsvariante ist noch sehr groß, obwohl sich kaum jemand damit auskennt. Inzwischen habe ich mir eine Futtermittelberechnung zurechtgelegt und bin der Meinung, dass gerade beim Landseer eine Fütterung aus dem Bauch heraus, den Ansprüchen dieser Hunde nicht gerecht wird. Ein Faktum ist auch, dass sogar Vertreter der großen Futtermittelproduzenten die Frischfütterung als beste Variante bezeichnen - wenn man sich damit auskennt und die Mühe auf sich nehmen möchte.
LANDSEER TIP TOP